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HUOALA

WordPress MU - Das Multi-User Blog Skript December 3, 2006

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Die soeben abgeschlossene Installation von WordPress MU 1.0 und die dabei en masse aufgetretenen Probleme veranlassen mich dazu, all jene zu informieren, die beabsichtigen dieses Skript zukünftig zum Anbieten eines Blogdienstes zu verwenden.

Über folgende technischen Voraussetzungen verfüge ich:

Die Versionsinformationen kann man der Datei “version.php” entnehmen.

$wp_version = ‘wordpress-mu-1.0′;
$wp_db_version = 3845

Ich habe mir vor Installationsbeginn zwar die Warnung in der ReadMe-Datei durchlesen

WordPress MU is a multi user version of WordPress.

If you’re not comfortable editing PHP code, taking care of a complex
webserver and database system and being pro-active about following
developments of this project then run, don’t walk, to
http://wordpress.com/ and sign yourself and your friends up to free blogs.
It’s easier in the long run and you’ll save yourself a lot of pain
and angst.

konnte es allerdings nicht ganz wahrhaben. Bin zwar kein Profi, aber auch kein Anfänger mehr und habe es schlussendlich doch ausprobiert. Mein Schluss: Obiger Ausschnitt sollte wirklich ernst genommen werden.

Um dies zu untermauern, stelle ich im Anschluss meinen Installationsablauf (bzw. Installationsabläufe… hab mindestens 10 Mal alles von Neuem begonnen GRRRRR!!!!) und die aufgetretenen Probleme vor.

Wissenswertes vorab: Ich habe bisher weder ein Blog betrieben noch kannte ich mich zuvor mit Blogsoftware aus. In einem ca. 3tägigen Lesemarathon habe ich mir das wichtigste dazu angeeignet. Dazu war ich in den verschiedensten Foren von http://www.wordpress.org bzw. http://mu.wordpress.org unterwegs und habe mich dort durch eine Vielzahl von Beiträgen “durchgewurschtelt”. Weiters habe ich mir auch die verschiedenen anderen Blog-Skripte angeschaut. Schlussendlich habe ich mich aber doch für Wordpress MU entschieden, weil es - meines Erachtens - eines der wenigen, halbwegs umfangreichen Blogskripte für den Multi-User-Betrieb war. Mir war es wichtig, dass sich die User selbst registrieren und einloggen konnten und mir somit diese Arbeit erspart bleiben würde.

Kaum entschieden, schon war ich mit den ersten Unklarheiten konfrontiert. Bei der Installation von WordPress MU gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, um die diversen Blogs zu adressieren. Entweder in Form von Sub-Domains (http://beispielblog.domain.com) oder in Form von Unterordnern (http://domain.com/beispielblog). Selbstverständlich hätte mir die erstere Form besser gefallen, allerdings wusste ich nicht, ob ich dies auf meinem Hosting-Account so hätte installieren können. Ich hab’s einfach ausprobiert, bin aber gescheitert, weil nach der Installation ein von mir erstelltes Testblog nicht aufgerufen werden konnte. Das war das erste Mal, dass ich im Internet bzw. im Forum von WordPress MU nach Hilfe gesucht habe. Nach langem Hin und Her und nach durchstöbern zahlreicher, größtenteils auch sinnloser Threats im Forum von WPMU (WordPress MU) bin ich auf die Information gestoßen, dass WPMU, um in der Form von Sub-Domains funktionieren zu können, die Möglichkeit von WildCard-Subdomains auf dem Server benötigt. Darauf habe ich sofort bei meinem Webhosting-Anbieter nachgefragt. Die Antwort war klar: WildCard Domains sind bei uns generell nicht möglich.

OK, nun war ich wieder etwas schlauer. Da ich die Blogplattform nur als kleinen Nebendienst anbieten wollte, war ich auch nicht bereit zu einem andere Provider mit WildCard-Subdomainunterstützung zu wechseln. Also entschied ich mich für die Unterordner-Variante. Doch auch damit waren Probleme im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert. Da ich aufgrund meines Shared-Hosting-Internetaccounts (Linux) nicht die Möglichkeit hatte die Schreibrechte des Root-Verzeichnisses zu ändern, konnte ich WordPress MU nicht installieren. Denn WPMU erfordert bei der Installation, dass zwei Verzeichnisse die Schreibrechte 777 haben müssen. Einmal das Root-Verzeichnis und einmal ein Unterverzeichnis. Die Schreibrechte des Unterverzeichnisses konnte ich mit der entsprechenden Software problemlos auf 777 stellen. Auf die Schreibrechte des Root-Verzeichnisses hatte ich aufgrund der Eigenschaften meines Webhostingaccounts keine Zugriffsrechte. Ich habe umgehend versucht herauszufinden, wie ich dieses Erfordernis umgehen kann… schlussendlich hätte es diese Schreibrechte nur bei der Installation zum Schreiben der Config-Datei benötigt. Zwar habe ich sehr viele Beiträge im entsprechenden Support-Forum gefunden, geholfen haben sie mir aber alle nichts. Zwar wurde dieses Thema häufig diskutiert, eine kompetente Antwort von einem Experten suchte ich allerdings vergebens.

Ok, wenn ich schon im Support-Forum nicht weiterkomme, dann installiere ich einfach die ganze Sache in einem Unterverzeichnis. Und wenn ich schon ein Unterverzeichnis verwenden – was ein nicht zu missachtender Kompromiss für die zukünftigen Nutzer ist – sollte es zumindest eine halbwegs sinnvolle Bezeichnung haben. Ich habe mich entschieden das Unterverzeichnis „blogs“ zu nennen. Dazu habe ich einfach das Verzeichnis umbenannt und mit einer sauberen Installation begonnen. Der Installationsablauf war zwar erfolgreich, die Startseite konnte ich allerdings nicht aufrufen. Dann habe ich wieder alles rausgelöscht (Datenbanktabellen, Dateien) und habe alles erneut unter Verwendung einer anderen Bezeichnung hochgeladen… wieder nix! Die Installation war entsprechend der Meldung erfolgreich, die Startseite konnte ich allerdings wieder nicht aufrufen. Es wurden zwar ein paar Textteile ausgegeben, aber nichts wirklich Nützliches L Lustigerweise hat sich dieses Problem fortgesetzt bis ich schlussendlich das Unterverzeichnis in „wpmu“ umbenennt habe. Plötzlich funktioniert alles. !?!?! Also im Grunde musste ich das Unterverzeichnis genau so benennen, wie es in der Installationsanleitung vorgeschlagen wurde. Habe ich es anders benannt, funktionierte gar nichts mehr.

Jetzt, nachdem es erstmals problemlos funktioniert hat, habe ich schon mal ein Testblog angelegt und dieses ordentlich durchgetestet. Hat bis dahin alles recht gut funktioniert. Als ich aber ein paar zusätzliche Themes (Designs) hochgeladen haben, wurde ich schon auf den nächsten Fehler aufmerksam. Viele Themes funktionieren mit WordPress MU nicht. Diejenigen, die funktioniert haben, waren aber wiederum sehr fehlerhaft und konnten somit auch nicht angeboten werden. Und das alles, obwohl ich das offizielle Theme-Pack für WordPress MU dazu verwendet habe. Einfach nur unglaublich!!! Obwohl dieses Problem im Forum von WPMU schon vor langer Zeit häufig diskutiert worden ist, hat man am mittlerweile schon ALTEN Theme-Pack for MU nichts geändert. Niemand hat die nicht bzw. nicht-korrekt funktionierenden Themes herausgelöscht. Gar nix. Fast schon so, als ob es hier keinen Verantwortlichen geben würde… Aus meiner Sicht also mit SEHR SCHWACH zu beurteilen.

Aufgrund der Tatsache, dass viele der Themes nicht bzw. nicht-korrekt funktioniert haben, habe ich mich entschieden diese wieder zu entfernen. Das war ein Fehler. Denn nach dem Entfernen dieser Designvorlagen wurde ich mit einer Fehlermeldung überrascht.

Jedes Mal, wenn ich ein neues Blog anlegen wollte, bekam ich folgende Zeilen ausgegeben:

Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /xxx/xxx/public_html/wpmu/wp-content/themes/home/header.php:5) in /xxx/xxx/public_html/wpmu/wp-signup.php on line 347

Ok, wieder eine Fehlermeldung… eh nix Neues… schau ich gleich wieder mal in das Support-Forum. Schon wieder dieselbe Situation: Oft diskutiert; zahlreiche LösungsVORSCHLÄGE, die nichts bringen und ein Haufen frustrierter Bastler, die diesem Problem ausgeliefert sind. Hab die Lösungsvorschläge ausprobiert, konnte das Problem– wie erwartet - nicht beheben. Daraufhin habe ich mich kurzer Hand entschlossen wieder alles zu löschen und die ganze Installation von Neuem zu beginnen. Zum Glücke hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Blogs mit Inhalt. JUHE! Sonst hätte ich garantiert die Krise bekommen. Nach der Neuinstallation hat zum Glück wieder alles funktioniert.

Ab diesem Moment habe ich im Grunde gar nichts mehr geändert und habe die Installation einfach Standard belassen. Habe bis heute noch immer Angst eine bestimmte Einstellung zu ändern. Furchtbar.

Bis dato habe ich es aber auch noch nie gewagt, bei der aktuellen Installation ein Blog im Admin-Bereich zu löschen. Als ich das bei einer vorangegangenen Installation versucht haben, hat es denzum Löschen beabsichtigten Blog unerwartet meinem Admin-Account zugeordnet. Gelöscht wurde er aber nicht. Auch dem Admin-Account konnte ich ihn nicht mehr entnehmen. Ich dachte mir: Einfach nur nervig diese ganzen Bugs!!!

Auf ein weiteres Problem bin ich schon während meiner Recherche zu den ganzen Multi-User-Blogskripten aufmerksam geworden. Von vielen Usern wurde bemängelt, dass für jedes neue Blog zusätzliche Tabellen in die Datenbank geschrieben werden müssen. Bei vielen Blogs könnte dadurch die Datenbank und damit der ganze Dienst sehr langsam werden. Noch habe ich nicht viele registrierte Benutzer. Bin aber schon gespannt wie es zukünftig aussehen wird.

Mein Resümee: WordPress MU 1.0 hat noch unzählige, wirklich unnötige Bugs und kostet deshalb sehr viele Nerven. Weiters ist ein wirklich kompetenter Support nicht anzutreffen. Viele Themes sind sehr schlecht programmiert und damit unbrauchbar. Das fehlerhafte Theme-Pack ist schon mehrere Monate alt und wurde noch nie ausgebessert.  

Hab zwar jetzt das WordPress MU zum Laufen gebracht, würde mir zukünftig aber gleich ein kommerzielles Blogskript besorgen. Spart viel Zeit, Nerven und unnötiges Hin und Her.

Noch was: Vor kurzem hat sich ein User angemeldet und versehentlich seinen Namen falsch geschrieben. Er hat mich daraufhin gebeten seinen Benutzernamen und URL zu ändern. Das Blog zu löschen hab ich mich nicht getraut… wegen dem schon aufgetretenen Fehler. Also habe ich versucht in der Datenbank alles seine Bezeichnungen abzuändern. Ohne Erfolg! Wieder Fehlermeldung. Die Lösung war alle einzelnen, ihm zuordenbare Einträge zu löschen und ihn daraufhin zu bitten, ein neues Blog anzulegen. Einfach nur erbärmlich!!! So kann man keinen Blogdienst betreiben!!!

Ich habe schon jetzt enorme Angst ein Plug-In zu installieren. Wenn ich dazu genug Mut gefasst habe, werde ich darüber berichten.

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